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Der-Forum » Музыкальный архив » Versengold » "Hörensagen" (2005) (Тексты песен Versengold)
"Hörensagen" (2005)
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:25 | Сообщение # 1
Людмил Крокодилыч
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1. Arndtro
2. Frohsinn
3. Eressea Glaer
4. In Einem Meer Aus Wein
5. Nebel Über Den Auen
6. Lasst Ab Vom Argen...
7. Ihr So Nah
8. Er Wollte Wie Er Sollte
9. Grau Sind Die Schwingen
10. Verblasst, Ergraut
11. Hulde Dem König
12. Mord Auf Dem Abort
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:25 | Сообщение # 2
Людмил Крокодилыч
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Arndtro

(Инструментальный)
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:26 | Сообщение # 3
Людмил Крокодилыч
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Frohsinn

Es sprach einst ein Fremder im Schankhaus am Markt
Von Weisheit und seinen Geschichten
Volke vernahm es und hat schnell gefragt
Die Not und die Sorge zu schlichten

So hört – sprach der Fremde dem Volk ins Gesicht
Das Glück hier wird nicht länger schlafen
Hört liebe Freunde und fürchtet euch nicht
Denn Frohsinn ist nicht zu bestrafen

Knallt auch die Peitsche vom Markte daher
Zu knechten den Schalke am Pranger
Wappnet euch nicht für solch Unsinn daher
Verweilt baldig nur auf Tod's Anger

Nein – lacht lieber Freunde dem Schmerz ins Gesicht
Um Sünde und Schand zu entlarven
Lacht – liebe Freunde und fürchtet euch nicht
Denn Frohsinn ist nicht zu bestrafen

Kommt setzt euch nieder ihr Brüder und Schwestern
Zu feiern von Morgen von Heut und von Gestern
Singt eure Lieder vom Lachen und Frönen
Lasst uns das Leben mit Frohsinn verhöhnen

Kommt auch der Büttel mit finsterer Mien'
Zu schlagen nach seinem Gelüste
Solltet ihr euch keiner Kräfte bedien'
Verschmäht doch sonst seiner Frau Brüste

Nein – lacht lieber Freunde dem Kerl ins Gesicht
Auf Büttel auf Pfaff und auf Grafen
Lacht – liebe Freunde und fürchtet euch nicht
Denn Frohsinn ist nicht zu bestrafen

Kommt setzt euch nieder ihr Brüder und Schwestern
Zu feiern von Morgen von Heut und von Gestern
Singt eure Lieder vom Lachen und Frönen
Lasst uns das Leben mit Frohsinn verhöhnen

Und werdet ihr wieder zur Kasse geführt
Zu leeren den Rest eurer Taschen
So werdet bloß nicht mehr zum Fluchen verführt
Könnt sonst Marktes Dreck von euch waschen

Nein – lacht lieber Freunde dem Gold ins Gesicht
Wer Steuern treibt – treibt's auch mit Schafen
Lacht liebe Freunde und fürchtet euch nicht
Denn Frohsinn ist nicht zu bestrafen

Kommt setzt euch nieder ihr Brüder und Schwestern
Zu feiern von Morgen von Heut und von Gestern
Singt eure Lieder vom Lachen und Frönen
Lasst uns das Leben mit Frohsinn verhöhnen

So sprach einst ein Fremder im Schankhaus das Wort
Den Bürgern und Bauern zu raten
Ein Büttel der's hörte bracht ihn bald hinfort
Zu Richtplatz und Grafen's Soldaten

Nein – schrie der Fremde der Axt ins Gesicht
Beim König beim Fürsten beim Grafen
Lachend verschrien wir ihn – Fürchte dich nicht!
Denn Frohsinn ist nicht zu bestrafen

Kommt setzt euch nieder ihr Brüder und Schwestern
Zu feiern von Morgen von Heut und von Gestern
Singt eure Lieder vom Lachen und Frönen
Lasst uns das Leben mit Frohsinn verhöhnen
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:26 | Сообщение # 4
Людмил Крокодилыч
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Eressea Glaer

Enwina
Indo Sinomeon
Nausi Lelyan
Vanwa
Sinomeon

Lumeno
Omentie
Andave Lúme
Vanwa a Lauca
Enyalie Ómava

Lasto Beth Nin
An Tegilin im Glaer

Indonya
Palpa Tennoio
Valalya
Envinwa
Elyaorme

Yestanya
Tielvas Oia Enhiruvar
Là Amcaituvalin
Lumbe Mornie
Indonya

Lasto Beth Nin
An Tegilin im Glaer
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:27 | Сообщение # 5
Людмил Крокодилыч
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In Einem Meer Aus Wein

Gestern ließ mich meiner Herr schon wieder schuften
Auf Feld und Flur zu heißer Mittagszeit
In gilbig und schon halb verwesten Kluften
Bis zum Knie im Dreck und fern der Menschlichkeit

Mein Lohn ist Brot und Wasser aus den Pfützen
Und eine Kupfermünze jeden Tag
Damit soll ich die Frommheit unterstützen
Doch ich spar lieber fürs Schänkenzechgelag

In einem Meer aus Wein will ich ertrinken
In Frohsinn und Versonnenheit versinken
Ertrinken in dem Schein, läßt die Last vergessen sein
Und die bleiche Sorgenmaske leicht abschminken
Verflucht sei all der Pein wir ertränken ihn im Wein
Und auch uns und sie und alle die uns stinken

Gestern war die schöne Magd auf meinen Wegen
Ich bat sie herzlich rauf zu mir ins Heu
Doch hatte wohl die Gute was dagegen
Naja, sie ist zwar hübsch doch leider etwas scheu

Die Mägde hier, die andren die hier wohnen
Die tat ich auch denn alle schon vergräm'
Die denken wohl 'n Knecht würd' sich nicht lohnen
Dann muß ich wohl die Schankmaid wieder nehm'

In einem Meer aus Wein will ich ertrinken
In Frohsinn und Versonnenheit versinken
Ertrinken in dem Schein, läßt die Last vergessen sein
Und die bleiche Sorgenmaske leicht abschminken
Verflucht sei all der Pein wir ertränken ihn im Wein
Und auch uns und sie und alle die uns stinken

Gestern ließ mich starker Husten wieder schmerzen
Die Glieder sind schon kraftlos uns so wund
Die Stiche aus der Brust komm' wohl vom Herzen
Und tun mir all die Lenze meiner kund

Die Haare und der Bart sind längst verworren
Und Zuber hab ich lang schon nicht gesehn
Doch ist mein Lebensmut nocht nicht verloren
Ich kann ja wieder bald zur Schänke gehn

In einem Meer aus Wein will ich ertrinken
In Frohsinn und Versonnenheit versinken
Ertrinken in dem Schein, läßt die Last vergessen sein
Und die bleiche Sorgenmaske leicht abschminken
Verflucht sei all der Pein wir ertränken ihn im Wein
Und auch uns und sie und alle die uns stinken
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:27 | Сообщение # 6
Людмил Крокодилыч
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Nebel Über Den Auen

Wo sich einst Blumenpracht verstreute und liebliches
Summen die Herzen erfreute
Wird bald ein Distelwald sich wiegen, begleitet vom
Surren der lästigen Fliegen

Wo Vögel einst den Tag besungen und machtvolle
Spiele der Elfen erklungen
Das Leben einst seinen Glanz darbot, beschreien
bald Raben den gottlosen Tod

Es krächzen die Krähen und fordern Tribut
Verlangen nach Opfern für Ehre und Mut
Verlangen nach Opfern für rasende Wut
Verlangen der Toten Fleisch und Blut

Umwabert die Schäfte der eichenen Speere
Bedeckt das vor Schrecken erstarrte Gesicht
Legt sanft seinen Schleier auf blutige Meere
Verleugnet die Untat mit fließender Schicht

Beschwor'n und besungen von uralten Frauen
Mit uralten Weisen aus Buchen gehauen
Verhüllt' es der Nebel
Der Nebel über den Auen

Wo sich einst klare Bäche wanden, in klaren Seen ihr Heil verbanden
Wird nun die Erde mit Blut verseucht und Fruchtbarkeit und Heil entfleucht
Wo Winde einst nur flüsternd wehten und Seelen mild um Frieden flehten
Das Leben einst seinen Glanz darbot, erzwingt
sich Seelensturm bald Tod

Es lechzen die Wölfe und fordern Tribut
Verlangen nach Opfern für Ehre und Mut
Verlangen nach Opfern für rasende Wut
Verlangen der Toten Fleisch und Blut

Umwabert die Schäfte der eichenen Speere
Bedeckt das vor Schrecken erstarrte Gesicht
Legt sanft seinen Schleier auf blutige Meere
Verleugnet die Untat mit fließender Schicht

Wo einst steinalte Bäume wachten und Sanftmut über die Lande brachten
Dort nun auch ihre Kraft entweicht und weises Holz ist bald gebleicht
Wo rauschende Blätter manch Rätsel entrückten
und gleichsam die Welt ehfürchtig enzückten
Das Leben einst seinen Glanz darbot, herrscht nun die Stille und der Tod

Es ächzen die Geister und fordern Tribut
Verlangen nach Opfern für Ehre und Mut
Verlangen nach Opfern für rasende Wut
Verlangen der Toten Fleisch und Blut
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:27 | Сообщение # 7
Людмил Крокодилыч
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Lasst Ab Vom Argen...

Was hat manch Vater angetan dem Töchterlein im Keuschheitswahn
Gehüllt er ihren holden Schoß in Eisen streng Gewand
Gefeit gen Knecht und Reckenstoß - zur Jungfernschaft verbannt

Dabei wohl keiner recht bedenkt, daß wer solch Teufelswerk verschenkt
Trotz all der frommen Vatersorgen all das Unheil das gewirkt
Und in dem Gürtel gar verborgen - laßt euch gesagt - Gefahren birgt

Verweisen will ich auf Gerlinda, die so schön wie keine Maid war
Und alltags zur Leibespflege in den Schloßsee lachend sprang
Dort ein wohltuend Bade hegte, lieblich mit den Vögeln sang

Bis im zwölften Sommer dann ihr Vater tat ihr Eisen an
Was sie wohl hernach nicht bedacht erst wahrnahm als sie schon ertrank
Im See vom Eisen schwer gemacht sie jämmerlich zu Grunde sank

Oh Väterchen so zwing sie nicht, wie schön auch ist dein Töchterlein
Zu wahren ihre Jungfernpflicht, oh hüll sie nicht in Eisen ein
Denn höre, schon so viele reizend holde Edeldamen
Durch diese Last so voller Graus ums junge Leben kamen

Erzählen will ich von Ludmilde, auch genannt die Schöne Wilde
Die schon als Kinde mit dem Schwert manch jungem Kerl den Schneid abnahm
Und ihm das Fürchten denn gelehrt - bis sie den Jungferngurt bekam

Ihr Vater nahm sie mit zur Schlacht, so auch in jener Sturmesnacht
Wo sie vom Hügel gut behütet sah des Vaters Siegeszug
Sah wie hart der Kriege wütet - bis in den Schoß ein Blitz ihr schlug

Oh Väterchen...

Berichten will ich von Madleen, die arm zwar, doch hübsch anzusehn
Die früh schon auch sehr weise war, bis Vater sie in Eisen hegte
Trunken wie er immer gar im Suff den Schlüssel noch verlegte

Schlecht bezahlt der Schmied vergessen, Notdurftlöcher auszumessen
Was ihre Blüte schnell verdarb - auch sie ist dieser Tags nicht mehr
Doch zu umschreiben wie sie starb, wär' wahrlich doch zu ordinär

Oh Väterchen...

Auch deute ich auf Kunigund (von der geb ich am liebsten Kund)
Die freudig jedes Herz einfing, bis Vater ihr die Keuschheit gab
Und auf den schnöden Kreuzzug ging, wo er samt Schlüssel fand sein Grab

Sodann im Alter sie bekannt zu der Enthaltsamkeit verdammt
Die Königin der Grausamkeit, mit fünfzig Jungfer hör' und staun'
Schrecklich ihre Herrscherzeit - zum Glück starb sie an schlechter Laun'!

Oh Väterchen...

So rate ich euch hohen Herrn, laßt mein Gesang im Ohre gär'n
Laßt ab vom argen Jungfernschutz, der Schönheit hat ums Sein betrogen
Das mein' ich ohne Eigennutz - so glaubt es mir doch! Ungelogen!
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:28 | Сообщение # 8
Людмил Крокодилыч
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Ihr so nah

Als ich Teil der Wälder war, bar der Last und fern den Lügen
All dem Leid entflohen gar, voll des Lebens, eins im Frieden
Ruhend denn in Nerthus Arm, ohne Furcht im Sein geborgen
Trank das Erdenblut so warm, lauschte Weltenfreud und Sorgen

War vereint mit Elfensang, so vertraut er mir verbliebe
Stets umspielt vom Harfenklang unsrer Erde, ihrer Liebe

Und ich wollte niemals mehr woanders sein als ihr so nah
Und ich wollte niemals mehr in all den Schein, der jeher da
Und ich wollte ewig seh'n, was sonst nicht mein, was ich einst sah
Und ich wollte wieder ahnen, daß ich alles bin und war

Als ich Teil der Meere war, bar der Last und fern den Lügen
All dem Leid entflohen gar, voll des Lebens, eins im Frieden
Sanfter Kraft und seelenstark, stets bewegt und stets umtrieben
Kein Geheimnis sich verbarg, keine Dunkelheit beschrieben

War so leicht und unbeschwert, so vertieft und voller Segen
War vom Lebenslied belehrt, überall und nie zugegen

Und ich wollte niemals mehr woanders sein als ihr so nah
Und ich wollte niemals mehr in all den Schein, der jeher da
Und ich wollte ewig seh'n, was sonst nicht mein, was ich einst sah
Und ich wollte wieder ahnen, daß ich alles bin und war

Als ich Teil der Flammen war, bar der Last und fern den Lügen
All dem Leid entflohen gar, voll des Lebens, eins im Frieden
Flammenreich genährte Wärme, unbeherrscht in Leidenschaft
Lichter noch als Himmels Sterne wachte ich in heller Kraft

War im Herz der Erdenlohe, Herdes' Feuer Heimatstatt
All dem Sinnen, allzeit frohe, stets verzehrend, niemals satt

Und ich wollte niemals mehr woanders sein als ihr so nah
Und ich wollte niemals mehr in all den Schein, der jeher da
Und ich wollte ewig seh'n, was sonst nicht mein, was ich einst sah
Und ich wollte wieder ahnen, daß ich alles bin und war

Als ich Teil der Winde war, bar der Last und fern den Lügen
All dem Leid entflohen gar, voll des Lebens, eins im Frieden
War der Atem aller Düfte, stets verspielt und endlos frei
Ungehalten, Herr der Lüfte, sehnsuchtsvoll und doch so scheu

War so müßig aller Fragen, brauchte weder Ruh noch Rast
Hab die Ängste fortgetragen, Stürmen gleich doch ohne Hast

Und ich wollte niemals mehr woanders sein als ihr so nah
Und ich wollte niemals mehr in all den Schein, der jeher da
Und ich wollte ewig seh'n, was sonst nicht mein, was ich einst sah
Und ich wollte wieder ahnen, daß ich alles bin und war
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:28 | Сообщение # 9
Людмил Крокодилыч
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Er wollte wie er sollte

Er war ein Königssohn, nicht nur das, noch er einzig gar
Sollt herrschen über Land, das ihm stets seine Heimat war
Denn sein Vater krank und dem kommenden Tode nah
Sollt er denn Thrones Erbe nun sein

Das war ihm nicht genehm und erschien ihm so sonderbar
War'n ihm doch Land und Leute seit jeher zu Freunden dar
Ritt er doch allzuoft mit der hiesigen Bürgerschar
Verliebte sich in Bauers Mägdlein

Er wollte nicht so sein wie wie er sollt denn er konnte nicht
Er konnte nicht so sein wie er wollt
Er sollte nicht so sein wie er konnt denn er wollte nicht
Er sollte nicht so sein wie er wollt

Fühlt er sich doch als Teil seines Volkes und Landes gar
Könnt er doch niemals knechten, was einst seiner Freundschaft war
Denn er guten Herzens und all jenen Leuten nah
Und wollte ihnen gleichgestellt sein

Empfand er doch die Steuer und Armut so sonderbar
Fand er doch, Gold ist flüchtig und wahrlich für alle da
Wollt er doch keine Schuld an der hungernden Bürgerschar
Wollt er doch nur des Bauers Mägdlein

Er wollte nicht so sein wie wie er sollt denn er konnte nicht
Er konnte nicht so sein wie er wollt
Er sollte nicht so sein wie er konnt denn er wollte nicht
Er sollte nicht so sein wie er wollt

Da kam ihm ein Gedanke der Hoffnung und Einsicht gar
Denn wenn sein Vater tot, er ja Herrscher der Lande war
So wollte er besorgen, daß Steuern dem Ende nah
Und jeder Mann der Freiheit soll sein

Er wollte niederbrennen was jeher ihm sonderbar
Die Pranger und die Galgen, die Furcht sollte nie mehr dar
Er wollte eine glücklich und freudige Bürgerschar
Vor allen Dingen Bauers Mägdlein

Er wollte nicht so sein wie wie er sollt denn er konnte nicht
Er konnte nicht so sein wie er wollt
Er sollte nicht so sein wie er konnt denn er wollte nicht
Er sollte nicht so sein wie er wollt

Doch als er sich den Thron nahm, die Krone des Königs gar
Da traf er holdes Weib, was ihm jeher versprochen war
Sie war so wunderschön und dem Traum seiner Jugend nah
Da wollt er nicht mehr ohne sie sein

Da schien im all sein Denken und Willen so sonderbar
Wollt er sie doch beglücken auf ewig und immerdar
So schenkt er ihr Geschmeide auf Kosten der Bürgerschar
Und vergaß des Bauers Mägdlein

Er wollte nicht so sein wie wie er sollt denn er konnte nicht
Er konnte nicht so sein wie er wollt
Er sollte nicht so sein wie er konnt denn er wollte nicht
Er sollte nicht so sein wie er wollt
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:29 | Сообщение # 10
Людмил Крокодилыч
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Grau sind die Schwingen

Lange der Winter vergangener Tage
Trug war die Liebe im Licht
Gekreuzigt das Land an erstickender Sage
Beschattet von Furcht die den Segen verspricht
Blutend so viele in Ehren gegangen
Weinend verstummte die Welt
Vergessen so vieles das Raunende sangen
In Lüge der Zauber des Lebens entstellt

Weiß all die Geister, Vergessenheit mahnen
Grau sind die Schwingen der Krähen
Schwarz all die Kleider im Antlitz der Ahnen
Erden die Pfade wir gingen und gehen

Sanft sind die Winde so furchtlos die Seelen
Stürmisch das Herz ihrer Wut
Donnernd die Rufe erwachend die Kehlen
Atmend die Kräfte nun offener Glut
Lodernd die Flammen der Feuer der Hohen
Stark ist das Blute der Erben
Frühling belebt nun so machtvoll die Lohen
Geweiht ist der Winter zum sterben

Grau all die Geister, Erinnerung mahnen
Grau sind die Schwingen der Krähen
Grau all die Kleider im Antlitz der Ahnen
Wachsend die Pfade wir gingen und gehen

Blühend erleuchten so heilig die Haine
Sprudelnd die Quellen der Macht
Singend ertönen in Stimmen die Steine
Liebend umarmt in geborgener Wacht
Sehnsucht erhebet all ruhende Leiber
Schweigen und Taubheit verwehn
Hell klinget Lachen der wildschönen Weiber
Klar wird die Tiefe der heilenden Seen

Schwarz all die Geister, ewiglich mahnen
Grau sind die Schwingen der Krähen
Weiß all die Kleider im Antlitz der Ahnen
Lebend die Pfade wir gingen und gehen
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:29 | Сообщение # 11
Людмил Крокодилыч
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Verblasst, ergraut

Mit der Haut ist auch verblaßt Erinnerung an all das Leid
Er wohl abgewendet hat, gab er sein Leben stets bereit

Und als er dann so voller Leid auf seine Maskerade sah
Erkannte er, daß all sein Leben nichts außer ein Märchen war

Mit der Stimme heiser auch die Barden, die sein Tun besungen
Sind doch bald in Volkes Schänken seine Taten ganz verklungen
Mit dem Blick war auch getrübt das Anseh'n in der Obrigkeit
Stand er doch in frühen Tagen mit dem König Seit an Seit

Und als er dann so voller Leid auf seine Maskerade sah
Erkannte er, daß all sein Leben nichts außer ein Märchen war

Und in seinen alten Tagen wollt' er wieder aufersteh'n
Los denn ziehn in neue Sagen, Heldentum und Ruhm aussäen
Wieder mit den Schwertern tanzen, wieder durch die Flammen geh'n
Niemals sollt sein Name in des Volkes Herz verwehn

Mit dem Atem ward auch dünner ihm gegolten Gastlichkeit
Boten ihm doch alle Häuser einst die Gunst von Brot und Kleid
Mit den Muskeln schwand dahin der Gruß von Jungfrau, Magd und Weib
Droht die Sehnsucht auch zu töten, wärmt ihn doch mehr keiner Leib

Und als er dann so voller Leid auf seine Maskerade sah
Erkannte er, daß all sein Leben nichts außer ein Märchen war

Und in seinen alten Tagen wollt' er wieder aufersteh'n
Los denn ziehn in neue Sagen, Heldentum und Ruhm aussäen
Wieder mit den Schwertern tanzen, wieder durch die Flammen geh'n
Niemals sollt sein Name in des Volkes Herz verwehn

So macht er sein Stock zu Schwerte ward die Heldenlast auch schwer
Zog er aus für edle Werte konnt' schon bald des Wegs nicht mehr
Wie sollt er auch aus der Grube stets vertieft vom Bardenspiel
Die sein Sterne ihm einst schlug als er verlischt vom Himmel fiel

Und als er dann so voller Leid auf seine Maskerade sah
Erkannte er, daß all sein Leben nichts außer ein Märchen war

Und in seinen alten Tagen wollt' er wieder aufersteh'n
Los denn ziehn in neue Sagen, Heldentum und Ruhm aussäen
Wieder mit den Schwertern tanzen, wieder durch die Flammen geh'n
Niemals sollt sein Name in des Volkes Herz verwehn

Mit dem Lebensmut erlosch auch Wissendheit wer er einst war
Und er sah sich selbst als Wesen eines Fabelverses gar
Und mit unsrer Leichtigkeit die viel zu schnell manch Tat vergißt
Weiß man heute nicht mal mehr ob er noch gar am Leben ist
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:29 | Сообщение # 12
Людмил Крокодилыч
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Hulde dem König

Einst zog ein Mann in Volkes Tracht und baren Fußes durch das Land
Das Schicksal hat ihn wohl bedacht manch Gott ihn bald als Held erkannt
Er gab sein Schwert für solche her die Knecht von Not und Elend war'n
Und schwang es stets mit solcher Ehr' das knieend jauchzten die es sah'n

So schallte sein Ruf durch die Weiten und gab Kund von bess'ren Zeiten
Hellte auf den dunklen Tag mit Licht und Hoffnung einer fernen Sag'

Hulde dem König und seinem Gericht
Der Gnade und Weisheit die stets aus ihm spricht
Hulde dem König und seinem Bestreben
Die Menschen zu einen den Frieden zu weben
Zu treiben den Schatten des Lebens ins Licht

Schon bald hat Adel ihn entdeckt und bot ihm Glanz und Helm zur Frag
Und ward sein Ehrgeiz erst erweckt empfing er bald den Ritterschlag
So führte er manch Heer zum Siegen in die Schlachten gar bereit
Der Feind sollt' ihm zu Füßen liegen, ihm und der Gerechtigkeit

So kürten ihn die seinen Mannen all jene die nach Rechtem sannen
Bald zum König ihrer Schar obgleich sein Blut so rot wie ihres war

Hulde dem König und seinem Gericht
Der Gnade und Weisheit die stets aus ihm spricht
Hulde dem König und seinem Bestreben
Die Menschen zu einen den Frieden zu weben
Zu treiben den Schatten des Lebens ins Licht

Er stieß Tyrannen ab vom Thron zerschlug der Volkes Angst und Pein
Bestimmte ersten Tages schon das Gleichheit soll für alle sein
Er zwang den Hunger bald zu flieh'n und füllte jeden Magen gleich
Ein jeder der wollt zu ihm ziehen kam zurück mit Gaben reich

So hob das Volk ihn hoch zu Ehren niemals mehr sollt Sorge währen
Ewiglich sollt er bestehn und sein Geblüt nie von den Welten weh'n

Hulde dem König und seinem Gericht
Der Gnade und Weisheit die stets aus ihm spricht
Hulde dem König und seinem Bestreben
Die Menschen zu einen den Frieden zu weben
Zu treiben den Schatten des Lebens ins Licht
Hulde dem König und weine nur nicht
Denn ihn gab es nie und ihn wird's auch nie geben
 
ProfessorДата: Пятница, 28.08.2015, 13:30 | Сообщение # 13
Людмил Крокодилыч
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Mord Auf Dem Abort

Nach dem sich unser Graf denn mit dem Volke einst zerstritt
Das wahrlich arg und schwer unter den hohen Steuern litt
Und voller Zorn das nächste mal den Eintreiber versohlte
Der daraufhin mit Söldnerschaft das Doppelte sich holte

Beschloss der Graf den Abort auf dem Bergfried neu zu richten
Auf daß die Leute in dem Dorf den Balken konnten sichten
Und um ihnen jeden Tag für die geliebte Gunst zu danken
Zeigte er mit Donnerschlag zum Morgengruß den Blanken

Nach vieler Jahre in der Schmach und langerlebter Plage
Raunt plötzlich durch des Volkes Reihen schmunzelnd eine Frage
Wer hat den Donnerbalken angesägt
Wen hat’s zu solch gottloser Tat bewegt

Wer trägt die Handschrift von dem feigen Mord
An unser Gnaden auf dem Turmabort
Nach gar nicht langer Weile kam vom königlichen Thron
Bald schon eine Pfaff- und Büttel-Aufklärkommission

Welche diese dunkle Tat für aller Adelswohl wollt lichten
Und getreulich von dem Vor- und Ab- Reinfall berichten
Es kamen viele Fragen auf wie die warum der Graben gar
Der um die Burg fließt stets gefüllt an diesem Morgen trocken war

Und wer was zu den frischen Erdhaufbahnen um der Feste weiß
Dies sei nur eine Spargelzucht bezeugte ein alt Bauerngreis
Das Wasser ging wohl just zu Dunst nach Vortags Hitzeplage
Stellte so der Hauptmann fest umsorgt von einer Frage

Wer hat den Donnerbalken angesägt
Wen hat’s zu solch gottloser Tat bewegt
Wer trägt die Handschrift von dem feigen Mord
An unser Gnaden auf dem Turmabort

So suchte man im Volk umher nach weitren Zeugensagen
Und tat die höchsten Häupter in dem Dorfrat denn befragen
Der Schulze war gar Augenzeuge und sprach nach nem lautem Krach
Fiel der Graf mit rittlings Salto und nem halben Auerbach

So graziös von seinem Stuhl auf dem er saß gar nackig drauf
Zum Boden wo er denn noch schrie bis ihm der Balk fiel obenauf
Und fügte noch hinzu kein Wunder das der solcher Art verreckt
Der Graf hat seiner Lebzeit doch nur stets im Dung gesteckt

Die Kommission war zwar empört was hier der Schulze wage
Doch ließen sie von Strafe ab zu wichtig war die Frage
Wer hat den Donnerbalken angesägt
Wen hat’s zu solch gottloser Tat bewegt

Wer trägt die Handschrift von dem feigen Mord
An unser Gnaden auf dem Turmabort
Auch der Wachmann wußt' nicht weiter obgleich er am Tore stand
Und den werten Herrn vom Hause in der mißlich Lage fand

Er sagte denn er könnt an sich die Tat auch nicht verstehn
Und hätte wohl noch nie im Leben so nen Haufen Scheiß gesehn
Doch dann gab er den Hinweis noch vielleicht hat’s ja den Koch verleitet
Und er hat an jenem Morgen allzu schweres Mahl bereitet

Der Koch doch wies empört zurück er könne nicht der Täter sein
Er flößte unserm Grafen nur zwei Flaschen leichten Weines ein
Die Kommission fands müßig schon und brachts zu keiner Klage
Und verzweifelte nur weiter an der steten Frage

Wer hat den Donnerbalken angesägt
Wen hat’s zu solch gottloser Tat bewegt
Wer trägt die Handschrift von dem feigen Mord
An unser Gnaden auf dem Turmabort

Nach ein paar Tagen Mühsal war’s den Bütteln dann zuviel
Und auch die Pfaffen hatten schon 'nen andren Fall zum Ziel
Das mag zwar wunderlich erschein´n doch nur so lang wie ihr nicht wisst
Das nun das Haupt der Kommission uns neu ernanntes Gräflein ist

Nachdem er denn den Abort legte auf ne andre Turmesseite
Und uns von der Steuerlast zumindest einem Teil befreite
Hernach feierte das Volk drei Tage lang voll Glück und Wissen
Das ein jeder aus dem Dorf am Mordtag noch vom Turm geschissen

Und durchs ganze Dorf erklang nicht eine Trauerklage
Doch Jubelrufe auf die Antwort der gewissen Frage
Wer hat den Donnerbalken angesägt
Wen hat’s zu solch gottloser Tat bewegt

Wer trägt die Handschrift von dem feigen Mord
An unser Gnaden auf dem Turmabort
Ich hab den Donnerbalken angesägt
Mich hat's zu solch gottloser Tat bewegt

Mein ist die Handschrift von dem feigen Mord
An unserem Gnaden auf dem Turmabort
Wir ham' den Donnerbalken angesägt
Uns hat's zu solch gottloser Tat bewegt

Unser ist die Handschrift von dem feigen Mord
An unserm Gnaden auf dem Turmabort
 
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